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Vorstellung trifft Realität // 4 Wahrheiten über das Elternleben

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit WaterWipes. Ich hatte so manche Vorstellung vom Elternsein bevor ich tatsächlich Mutter wurde. Mir war klar, dass das ein anstrengender Job werden würde. Ich war Stress gewohnt und so machte ich mir keine Sorgen, dass ich die Elternzeit mit links wuppen würde. Ich sah diese perfekten Mütter auf Instagram mit ihren perfekten Wohnungen und den perfekten Outfits und ich freute mich auf diese Zeit. Ich hätte endlich Zeit den Kleiderschrank richtig auszumisten, ich würde jeden Tag frisch kochen und viel Sport treiben. Doch dann kam alles anders. Anders schön. Anders perfekt. Einfach echt.

Das Gefühl als Eltern zu versagen

Eine von WaterWipes in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass weltweit mehr als die Hälfte aller Eltern das Gefühl haben im ersten Babyjahr zu versagen. In Deutschland sieht es ähnlich aus: Jede zweite Mutter hat dieses Gefühl und 35% der Väter. Wisst ihr was ich besonders tragisch finde? Nicht nur soziale Medien, die Werbung und verschrobene Erziehungsratgeber sind daran schuld, sondern auch die Unehrlichkeit im Austausch mit anderen Eltern. Deswegen möchte ich gerne ein paar Wahrheiten über das Elternleben mit euch teilen, denn wir sitzen alle im selben Boot. Und wenn wir uns gegenseitig zeigen, dass wir nicht besser sind, nicht alles besser wissen und einfach auch nur den Alltagswahnsinn bestreiten, wie alle Eltern da draußen, dann fühlen wir uns vielleicht ein bisschen besser.

Vorstellung vom Elternleben und wie es wirklich ist

Ich hatte, wie gesagt, so manche Vorstellungen davon wie das Leben mit Kind sein könnte. Im Großen und Ganzen waren meine Vorstellungen schon realistisch, doch ich habe unterschätzt wie wenig Zeit ich tatsächlich für mich selbst habe und für meine alltäglichen Aufgaben wie Haushalt und Einkaufen. Bilder aus der Werbung, aus Filmen, Büchern und Erzählungen von Bekannten haben ein leichtes Bild vom Elternsein gezeichnet, die Realität sieht bei mir jedoch ganz anders aus.

1. Milch, Kotze und Blut // Die Wahrheit über das Wochenbett

Das Baby ist geboren und mit ihm kommt eine rosarote Wolke auf die Erde auf der die Familie die ersten Wochen nach der Geburt lebt. Alles ist perfekt vorbereitet, stressfrei und die Eltern sind verliebt wie noch nie.

Bei uns war es leider komplett anders. Wir mussten zehn verdammt lange Tage warten bis wir unser Baby aus der Klinik mit nachhause nehmen durften. Anstatt nach der Geburt mit meinem Baby zu kuscheln und meinem Körper nach der heftigen Geburt Ruhe zu gönnen, stand ich stundenlang am Inkubator auf der Intensivstation. Ich stand dort, für einen Stuhl war kein Platz auf der überfüllten Station, völlig verunsichert, ob ich die Hand reinhalten darf oder nicht, ob mich mein Baby hören konnte wenn ich zu ihm sprach, oder ob die Geräuschkulisse alles übertönt. Die folgenden Tage pendelte ich zwischen Parkgarage, Milchpumpe und Babybett. Ich fühlte mich betrogen um meine rosa Wolke.

Wir hatten einen schwierigen Start, doch auch wenn die Geburt wie geplant verläuft, finden manche Eltern diese rosarote Wolke einfach nicht. Meine Freundin sagte mal folgenden Satz: „Ich liege im Bett in einer Mischung aus Milch, Kotze und Blut, aber ich bin verdammt nochmal zu müde, um irgendwas daran zu ändern“. So kann Wochenbett nun mal auch aussehen. 

2. Grosse Lüge // Die Wahrheit über Einschlafrituale

Über kaum etwas wird so viel gelogen wie über Babyschlaf. Ich glaubte lange an die romantische Vorstellung vom Zubettbringen. Das Kind bekommt nach dem Abendessen einen Schlafanzug angezogen, es lässt sich sanft ins Bett legen, Mutter oder Vater lesen eine kurze Geschichte vor, knipsen das Licht aus, küssen das Kind auf die Stirn und es schläft friedlich ein. Lasst euch gesagt sein: Das ist ein großer Irrtum. Bei uns läuft das wie folgt ab: Nach dem Abendessen wird das Kind unter großem Protest sauber gemacht, dann folgt die frische Windel, die anzulegen einem Nahkampf gleicht. Den Schlafsack verwechselt mein Baby mit einer Zwangsjacke, Zähneputzen ist so cool, dass er die Zahnbürste nicht mehr hergeben will  und wenn wir endlich fertig sind, ist alles andere plötzlich super interessant. Er möchte dringend noch mit dem zuvor verschmähten Spielzeug spielen, etwas zeigen oder er tanzt zur Schlafmusik.

3. PUTZEN MIT KINDERN IM HAUS IST WIE ZÄHNEPUTZEN MIT NUTELLA // Die Wahrheit über saubere Wohnungen

Ich finde den Spruch „Putzen mit Kindern im Haus ist wie Zähneputzen mit Nutella“ nicht mehr nur witzig, sondern schlicht wahr. Vor einigen Jahren hat mir ein Arbeitskollege erzählt, dass er nach einem langen Arbeitstag zuhause mit seiner Frau erstmal die Wohnung auf Vordermann bringt, wenn die zwei kleinen Kinder schlafen. Ich fragte mich damals, wie es sein kann, dass die Frau den ganzen Tag zuhause ist und es nicht schafft den Haushalt zu schmeißen? Wie kann das sein? Während Kinder spielen und schlafen, kann man doch easy Wäsche waschen, saugen, kochen, putzen. Das muss doch möglich sein.

Ich habe heute EIN Kind. Nicht zwei Kinder wie diese Frau. Und ich schaffe es trotzdem nicht.Ich weiß heute aber auch, dass das gar nicht schlimm ist. Ob mein Kind eine glückliche Kindheit hat, hängt nicht davon ab, ob Krümel auf dem Küchenboden liegen oder die Bettwäsche gebügelt ist.

4. ENTSPANNTE ELTERN UND ENTSPANNTE KINDER // Die Wahrheit über kluge Sprüche

Einer der meist gehörten Ratschläge in der Schwangerschaft war: „Entspannte Eltern – Entspannte Kinder“. Alles klar, dachte ich mir, das kriegen wir hin. Doch was, wenn das Kind trotzdem nicht entspannt ist? Sind wir dann schuld? Bin ich vielleicht doch gestresst und das Kind spürt das? Ich kann diesen Spruch nicht mehr ausstehen. Ich stand hilflos mit schreiendem Kind an der Dunstabzugshaube, in der Hoffnung dass ihn das Rauschen beruhigt. Mir ging dieser Spruch nicht aus dem Kopf und suchte daher die Schuld bei mir. Ich machte Atemübungen, um zu entspannen, damit mein Kind ruhiger wird. Ich fragte mich immer wieder was ich bloß falsch mache. Heute weiß ich die Antwort: Gar nichts. Ich habe nichts falsch gemacht. Ich war für mein Kind da, habe es gehalten als es schrie. Nicht weil es Schmerzen hatte, Hunger oder eine neue Windel brauchte, sondern weil er auf dieser Welt erst noch ankommen musste. All die klugen Sprüche passen einfach nicht auf jede Familie. Jedes Kind ist anders und jede Familie findet ihren ganz eigenen Weg.

Mamas und Papas, ihr seid super!

Sind wir gute Eltern? Bin ich eine gute Mutter? Erziehe ich mein Kind richtig? Warum schläft mein Kind nicht durch? Wir haben oft ein Bild im Kopf von dem was wir als perfekt ansehen. Wenn du dich fragst, ob du eine gute Mama oder ein guter Papa bist, dann lautet die Antwort "Ja, klar!". Wir sind Eltern, die für ihre Kinder da sind und wir machen die Dinge so, dass wir sie mit uns vereinbaren können und mit denen es unseren Kindern gut geht. Und das kann in jeder Familie anders aussehen.

Der Blick auf Eltern ist gnadenlos. Wir sind so schnell dabei andere zu verurteilen, gerne auch bei den Themen Stillen, Ernährung, Familienbett oder Fernsehen.Wenn du den Kuchen für den Kita-Basar kaufst, statt ihn selbst zu backen, bist du trotzdem eine gute Mutter und ihr seid auch gute Eltern wenn euer Kind noch lange nicht durchschläft oder mal 20 Minuten eine Serie schaut. Einzig und allein wichtig ist doch, dass unsere Kinder eine schöne Kindheit haben und mit Liebe, Mut und Zuversicht aufwachsen. Also, vertrauen wir auf unser Bauchgefühl, denn instinktiv machen wir schon verdammt viel richtig. Und wenn es dir mal alles zu viel wird? Du musst das nicht alleine schaffen. Hole dir Tipps, aber setze nur das um was sich für dich richtig anfühlt. Sprich offen über deine Probleme und Gefühle, bitte andere um Hilfe. 

Wir machen instinktiv schon viel richtig
Wir machen instinktiv schon viel richtig

#Elternleben // Mache anderen Mut

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit WaterWipes. Er ist Teil der Kampagne #Elternleben, die zeigt, wie das Leben als Mutter oder Vater wirklich ist. Um der realitätsfremden Darstellung des Elternseins entgegenzuwirken, hat WaterWipes #Elternleben (Englisch: #ThisIsParenthood) gestartet. Das Projekt basiert auf einer weltweiten Studie bei der über 13.000 Eltern mit Kindern unter drei Jahren befragt wurden. Mit Filmen und einer Fotoserie zeigt die Kampagne das reale Leben junger Eltern auf der ganzen Welt. Mit dem Projekt möchte WaterWipes Eltern auf der ganzen Welt animieren, ohne Angst über die Höhen und Tiefen des Elternseins zu sprechen und sich gegenseitig mehr Selbstvertrauen zu schenken.

 

Möchtest du auch jungen Eltern Mut machen und einen ehrlichen Austausch unter Eltern unterstützen? Dann teile deine ehrlichen Momente des Elternseins mit dem Hashtag #Elternleben auf Instagram und Facebook. Ich freue mich auch über einen Kommentar unter diesem Beitrag.


#Elternleben ist eine Kampagne von WaterWipes. Das sind die reinsten Baby-Feuchttücher der Welt. Sie bestehen zu 99,9% aus Wasser sowie einem Tropen Fruchtextrakt aus dem Grapefruitkern. Damit sind das die einzigen Feuchttücher auf dem Markt mit nur zwei Inhaltsstoffen. 

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