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Nachts Abstillen // 6 Tipps für den Weg zu mehr Schlaf

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Stillen ist so viel mehr als Nahrungsaufnahme. Stillen ist Einschlafhilfe, Trostspender, Seelenbalsam. Ich finde es großartig, dass ich die Bedürfnisse meines Kindes auf so einfache Weise erfüllen kann – auch noch kostenlos. Nachts kann das Stillen allerdings zu einer Belastungsprobe werden.

 

Tagsüber ist die Brombeere begeisterter Esser von Gemüse, Obst, Brot und Brei. Nachts wird gestillt. Bis vor Kurzem gut und gerne 5-6 Mal pro Nacht. Das zehrt nach nunmehr acht Monaten an meinen Kräften. Ich bin mir sicher, dass das nächtliche Stillen nicht unbedingt mit Hunger und Durst zu tun hat. Dem Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit will ich auf jeden Fall weiter nachkommen, nur eben anders. 

Baby alleine im Kinderzimmer am Babybett mit Wimpelkette; 6 Tipps zum Abstillen nachts

Durch das Buch „Artgerecht“ verstehe ich jetzt viel besser warum mein Baby schläft wie er schläft. Dazu habe ich letztens einen Blogartikel geschrieben. Ich will der Brombeere helfen sich selbst zu beruhigen und wieder in den Schlaf zu finden. Ich habe mich intensiv mit dem Thema beschäftigt, viel gelesen und mich mit Fachleuten und anderen Mamis ausgetauscht. Ich will die Reise hin zu ruhigeren Nächten unbedingt starten. 

 

Im ersten Schritt habe ich mit der Brombeere geübt selbst einzuschlafen und nicht auf Mamas und Papas Arm oder hüpfend auf dem Gymnastikball. Lange habe ich gedacht, dass das niemals klappt, doch ich habe es trotzdem immer wieder versucht. Und siehe da: Es kam der Abend an dem er ohne schunkeln alleine eingeschlafen ist. Einfach so. Das war für mich ein Zeichen, dass wir es auch mit dem Abstillen nachts versuchen könnten. Statt stillen, habe ich gesungen, gekuschelt und gestreichelt. Und auch da wurde ich überrascht: Mein Kind kann auch ohne Stillen einschlafen. Wenn er sich nicht beruhigen ließ, habe ich eben wieder gestillt. Ich mache uns da keinen künstlichen Druck. Wir konnten innerhalb weniger Tage die nächtlichen Stillmahlzeiten von 5-6 auf 1-2 reduzieren.

 

Es lief nicht immer so gut wie im Moment. Wir kennen die abendlichen Schreistunden leider auch sehr gut. Folgende Punkte haben uns sehr geholfen:

1. Du musst überzeugt sein

Du musst wirklich davon überzeugt sein, dass es das Richtige ist. Genießt du insgeheim die nächtliche Stille und Intimität mit Deinem Baby, so kann es nicht funktionieren. Ich glaube ja, dass Babys ganz sensible Antennen haben. Ich kann mich noch genau erinnern wie ich nachgetrauert habe, dass mein Baby nicht mehr auf meinem Bauch schläft und ich das letzte Mal nicht bewusst genossen hatte. Kaum hatte ich diesen Gedanken gedacht, meldete sich meine Brombeere in dieser Nacht und wollte nur auf meinem Bauch schlafen. Ich habe es noch einmal ganz bewusst genossen.

2. sei für dein Baby Da

Du solltest mit Deinem Baby über die Situation sprechen und ihm erklären was sich von nun an ändern wird. Klar, dass Dein Baby Dich nicht versteht, aber es wird vielleicht ein Gespür für Deine Gefühlswelt haben und fühlen, dass Du es nicht allein lässt.

3. Im Team ist es leichter

Besprich Dein Vorhaben mit Deinem Partner. Es ist wichtig, dass ihr beide dahintersteht und besprecht wie ihr mit der Situation umgehen wollt. Es ist nämlich wenig hilfreich im Beisein des Babys zu diskutieren. Ihr braucht eure Energie für die schwierige Phase mit eurem Baby.

4. Der richtige ZEitpunkt

Du solltest den richtigen Zeitpunkt wählen. Probiere es nicht aus, wenn Dein Baby krank ist, zahnt oder gerade eine schwierige Phase bewältigt. Außerdem sollte auch der Alltag möglichst normal sein (kein Umzug etc.). Am besten startest Du am Wochenende oder an Tagen wo nicht so viele Termine anstehen.

5. Stillen und Schlafen entkoppeln

Es gibt Ratgeber, die sagen, dass man beim Plan abzustillen, innerhalb eines bestimmten Zeitfensters nicht mehr Stillen sollte, damit das ältere Baby lernt, dass Stillen und Schlafen nicht zusammenhängt. Ich stille nicht mehr im Liegen im Bett, sondern auf dem Sofa, damit das nächtliche Stillen vom Schlafen entkoppelt wird.

6. Rituale fürs ZUbettgehen

Baby hilft es mit einer festen Routine in die Nacht zu starten. Bei läuft das so ab: Bei gedimmtem Licht und leiser Musik isst die Brombeere den Abendbrei und etwas Fingerfood. Danach gibt es eine schnelle Katzenwäsche, eine frische Windel und er schlüpft in den Pyjama. Sein Lieblingsschlaflied erklingt und wir kuscheln noch etwas und er stillt. Danach schläft er meist friedlich ein. Das klappt auch gut, wenn der Papa die Brombeere zu Bett bringt. Nur das Stillen übernehme ich natürlich.

Schläft die Brombeere jetzt durch?

Bevor ihr jetzt in Jubelstürme ausbrecht. Nein, die Brombeere schläft noch nicht durch. Vom Durchschlafen sind wir noch weit entfernt und auch das Abstillen nachts ist noch nicht sichtbar, aber wir sind auf einem guten Weg, der uns allen einen besseren Schlaf bringt und mit dem wir uns wohl fühlen.


Wie ist das bei Euch? Denkt ihr auch über das Abstillen nach?

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Kommentare: 2
  • #1

    Kristina (Sonntag, 18 November 2018 14:29)

    Hallo :-)
    ich bewundere sehr was ihr da gemacht habt. Mein kleiner Mann ist ähnlich alt wie die Brombeere und gerade im Moment ist es sehr anstrengend.
    Gefühlt stillen wir machmal öfter als 5-6 ×.
    Wie ist bei euch die Situation tagsüber. Schläft die Brombeere alleine in ihrem Bett?
    Wenn ja wie lange ca.?
    Bei uns wacht das Baby nach 45 Minuten wach und ist fit oder wird wach und weint vor Müdigkeit. Das bedeutet er liegt tagsüber bei den Schläfchen auf mir.

    Viele Grüße Kristina

  • #2

    Anna (Sonntag, 18 November 2018 15:04)

    Ich habe eine Frage. Stillst du die Brombeere dann nachts auch auf dem Sofa? Um das Entkoppeln beizubehalten? Sprich stillst du gar nicht mehr liegend im Bett?