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So aufregend: Babys erster Arztbesuch

Holzwürmchen auf Kinderuntersuchungsheft U3 U-Heft
U-Heft

Ein weiteres erstes Mal im Leben des brombeerbabys: Die Routineuntersuchung U3 beim Kinderarzt. Ich muss zugeben, dass es für mich aufregender war als für das brombeerbaby.

 

Mein Bauch war noch gar nicht kugelig, da wurde ich schon gefragt, ob ich mein Baby bereits für die U3 Vorsorgeuntersuchung angemeldet habe. Hatte ich natürlich noch nicht. Wieso sollte ich auch? Es war ja noch gar nicht geboren. Dass einige Kinderärzte Aufnahmestopp haben, war mir nicht bewusst. Also hörte ich mich mal um und alle schwärmten von dem einen Kinderarzt in meiner Stadt. Umso glücklicher war ich, dass mein Baby dort aufgenommen wurde. Unser neuer Kinderarzt nimmt nur noch Kinder aus der näheren Umgebung auf, um die Versorgung in dem Stadtteil sicherzustellen. Also doppeltes Glück, dass der Wunscharzt auch noch in meiner Nachbarschaft praktiziert.

Nach der Entbindung habe ich noch vom Krankenhaus aus einen Termin für die U3 Untersuchung gemacht. Sie soll zwischen der 4. und 6. Lebenswoche stattfinden. Da unser Termin zur Mittagszeit war, konnte der Papa sich auch kurz von der Arbeit loseisen und beim ersten Arztbesuch dabei sein. Ich muss leider zugeben, dass ich mir etwas Sorgen gemacht habe mit meinem gesunden Baby in eine Arztpraxis mit vielen kranken Kindern im Wartezimmer zu gehen (Stichwort Helikoptermutti), umso glücklicher war ich, dass wir direkt ins Untersuchungszimmer durchgehen durften.

 

Bevor der Arzt zu uns kam, mussten wir das brombeerbaby ausziehen, eine Mitarbeiterin der Praxis hat den Kopfumfang und die Körpergröße gemessen und unser Baby gewogen. Muttermilch wirkt Wunder: Er hat mächtig zugelegt. Anhand einer Skala mit 7 Farbtönen, sollten wir die Stuhlfarbe bestimmen. Falls der Stuhl entfärbt ist und der Urin stark gelb, hilft die Bestimmung dem Kinderarzt Auffälligkeiten schnell zu bemerken und gegebenenfalls die Gallenwege zu überprüfen. Bei uns war aber alles im Lot.

Mama und Sohn
Oh je, ich werde doch hoffentlich nicht zu so einer prahlenden Mutti

Dann lernten wir auch schon „Herrn Doktor“ kennen, den Arzt, der uns nun in den nächsten, hoffentlich gesunden, Jahren begleiten wird. Er überprüfte die Reflexe und ich staunte nicht schlecht, wie er das brombeerbay in der Luft herumwirbelte und musste glatt schlucken als er ihn kopfüber an einem Bein hielt. Herr Doktor prüfte, ob unser Kind in Bauchlage das Köpfchen heben kann. Der Doc nannte ihn „Angeber“, hat er dann wohl ganz gut gemacht. Das machte mich mächtig stolz und das wiederum war mir peinlich. Oh je, ich werde doch hoffentlich nicht zu so einer Mutti, die prahlt, dass ihr Kind schon dies und das kann. Schnell noch den Windelbereich eingehend untersucht und dann war auch schon der Ultraschall der Hüfte an der Reihe. Dieser ist so wichtig, um Fehlstellungen rechtzeitig behandeln zu können. Auch hier war alles fein. Allerdings war die Geduld des brombeerbabys inzwischen am Ende und er machte das lauthals deutlich. Wir hatten dummerweise keinen Schnuller zur Hand, um ihn zu beruhigen. Der war nämlich in den Untiefen meines Rucksacks verschollen.

 

Während der Papa unseren kleinen Patienten wieder anzog, klärte uns der Kinderarzt noch über alle empfohlenen Impfungen auf. Wir bekamen noch eine Reihe Merkblätter zu Kinderunfällen und Ernährung. Mit einem Rezept für D-Vitamine und einem Termin zur Impfung in der 9. Woche wurden wir schon wieder entlassen.

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